Das kessel haus heute

Mitten im historischen Herzen des Kunzareals wird ab Herbst 2022 mit dem kessel haus das letzte Neubauprojekt auf dem Areal realisiert. Das fehlende Puzzlestück des historischen Kunzareal stammt aus der Feder des Basler Büros Harry Gugger Studio. Das Gebäude wurde in Zusammenarbeit mit dem Laufenburger Holzbauunternehmen ERNE Holzbau entworfen. Es ergänzt die identitätstragenden denkmalgeschützten Bauten rundum mit einem Neubau, der sich städtebaulich

überzeugend einfügt und gleichzeitig Charakter zeigt mit seiner grünen Welleternit-Fassade und den gelben Balkonvorhängen. Zudem schliesst der eigenständige Holzbau die letzten Lücken im Quartierangebot: Hier entstehen 24 Zweieinhalbzimmer-Mietwohnungen für Singles und Paare jeden Alters und es gibt viel Platz fürs Quartierleben – in gemeinschaftlichen Räumen und im einladend gestalteten Aussenraum rundum.

Kessel Haus Visualisierung 16Zu9

Das kessel haus einst

Das kessel haus – damals noch klassisch Kesselhaus geschrieben – spielte schon immer eine wichtige Rolle im Kunzarael: Hier wurde die Wasserkraft, die ab 1828 der nahegelegenen Reuss entzogen wurde, in Energie für die zahlreichen Maschinen in der Spinnerei umgewandelt. Bis in die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts war die Spinnerei Kunz eines der grössten Textilunternehmen in ganz Europa. Zeitweise arbeiteten über 1500 Menschen hier. 

Ab der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts schrumpfte die Nachfrage stetig, bis im Jahr 2000 die letzten Maschinen endgültig abgestellt wurden. Das Areal wurde verkauft, einzelne Gebäude rückgebaut, andere saniert und umgenutzt. Seit 2012 entsteht hier ein lebendiges Quartier, das jetzt mit dem neuen kessel haus, das fast an der selben Stelle wie das alte, erneut ein Herz erhält, das für eine gute Energie im Quartier sorgt.