Entwicklung

260’000 m²

Arealfläche

2 Mio. m³

umbebauter Raum

150 Jahre

seit Bau von ersten Gebäuden

Vision

Das «Papieri»-Areal in Biberist war 150 Jahre lang eine reine Industriefläche. Nun soll daraus ein Gebiet für eine vielseitige Nutzung werden. Neben einer gewerblich-industriellen Nutzung, für welche das Areal über eine weiterhin ideale Lage verfügt, soll das «Papieri»-Areal ein Ort sein, der Raum für Arbeit, Kunst, Kultur, Wohnen und Freizeit bietet und so sein Potenzial ausschöpfen.

Dafür soll das «Papieri»-Areal voll und ganz ein Teil von Biberist und der gesamten Region sein. Der westliche Teil des Geländes wird für die Bevölkerung wieder zugänglich gemacht. Sie soll hier Besucher, Publikum, Erkunder, Beleber sein. Auf dem Areal wird eine neue Seite aufgeschlagen, hier sollen neue Geschichten entstehen. Die Öffnung erfolgt in mehreren Schritten und hat bereits begonnen. Erste Nutzer haben hier bereits ihre Geschichte zu schreiben angefangen und dem Papieri-Areal neues Leben gegeben. Weitere Flächen können ab sofort gemietet werden. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

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Der Plan

150 Jahre lang war das Areal die «Papieri», das soll es auch bleiben. Der eigenständige Charakter und die klare Identität der «Papieri» sind ein Teil von Biberist und der Region. Künftig soll die Fläche in drei Bereiche mit unterschiedlichen Schwerpunkten der Nutzung aufgeteilt werden.

Der «Papieri-Platz» im Südwesten bildet den Zugang ins Areal. Hier entstehen Anlagen und Nutzungen für die breite Bevölkerung. Der dreieckige Platz wird durch ergänzende Neubauten sowie die historischen Fassaden der ehemaligen Papierfabrik eingefasst.

Der «Platz am Kanal» ist das Zentrum in der Mitte des «Papieri»-Areals, Dreh- und Angelpunkt, Umschlags- und Verkehrsfläche. Neuer Wohnraum entsteht auf der Insel zwischen Emme und Kanal.

Die Allee dient als Verbindung und Erschliessungsachse, ist die grüne Ader, die sich durch das «Papieri»-Areal zieht. Weitere Freiflächen und Durchbrüche in den historisch gewachsenen Hallenstrukturen sorgen für eine grosse Durchlässigkeit und gewähren gleichzeitig ein unabhängiges Funktionieren der neuen Industriecluster und Baufelder im Osten.

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Die Öffnung

Rund 20 Unternehmen mit aktuell 120 Personen haben sich auf dem «Papieri»-Areal angesiedelt. Weitere folgen. Sie machen den ersten Schritt in einem langfristig angelegten Transformationsprozess des Gebiets. Die HIAG möchte mit den Nutzern der Räumlichkeiten die «Papieri» weiter Schritt um Schritt öffnen und beleben: Verschiedene Akteure sollen als im Rahmen der Übergangsnutzung im Westen des «Papieri»-Areals ein attraktives Angebot für Besucher und Kunden sowie neue Arbeitsplätze schaffen. Dieser Arealteil wird deshalb Anfang 2022 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

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Der Planungsprozess

Eine langfristige, nachhaltige Strategie bedingt eine weit- und umsichtige Entwicklungsperspektive für das «Papieri»-Areal, welche dessen lange Geschichte fortschreibt. Aus diesem Grund hat Arealentwicklerin und Eigentümerin HIAG nach dem Erwerb des Areals 2012 im Jahr 2013 mit fünf Architekturbüros und in engem Kontakt mit Gemeinde und Kanton einen städtebaulichen Studienauftrag durchgeführt: Die «Vision 2033» zeigt mögliche zukünftige Nutzungen auf und stellt die städtebauliche und architektonische Vision dar.

Am Studienauftrag haben folgende Büros teilgenommen

  • Raumbureau Architecture + Urbanism (Zürich, Entwurf zur Weiterbearbeitung empfohlen)

  • Harry Gugger Studio (Basel)

  • Holzer Kobler Architekturen (Zürich)

  • Pool Architekten (Zürich)

  • Steinmann & Schmid Architekten (Basel)

Die Studienteilnehmer sollten räumliche sowie funktionale Potenziale und Qualitäten der bestehenden Substanz berücksichtigen und bezüglich einer Drittverwendbarkeit beurteilen. Denn das Gelände umfasst über 220'000 Quadratmeter Geschossfläche und über zwei Millionen Kubikmeter umbauten Raum. Nebst dem künftigen Nutzungsmix waren auch Konzeptvorschläge für die Verkehrserschliessung, die Aussenraumgestaltung und den Umgang mit der Lage an der Emme auszuarbeiten.

Die Projekte wurden von einer Jury – bestehend aus elf Vertretern der Gemeinde, des Kantons und von HIAG Immobilien sowie aus externen Fachexperten – nach städtebaulichen sowie architektonischen Kriterien, hinsichtlich Nutzungskonzept und Wirtschaftlichkeit bewertet. Die Erkenntnisse aus diesem Studienverfahren wurden in einer Synthese zusammengefasst und bildeten so die Grundlage für die Erarbeitung eines Masterplans. Dieser wurde im Jahr 2015 in enger Abstimmung mit der Standortgemeinde Biberist fertiggestellt und fliesst in die aktuell laufende Teilzonenplanrevision mit ein und ermöglicht eine abgestimmte Entwicklung.

Zeitstrahl Papieri Horizontal Neu

Nachhaltigkeit

Eine nachhaltige und langfristige Entwicklungsstrategie erfordert ein schrittweises, mit Kanton, Gemeinde und weiteren Anspruchsgruppen abgestimmtes Vorgehen. Die HIAG als Eigentümerin ist bestrebt, eine qualitativ hochwertige Grundlage für die erste Entwicklungsetappe des «Papieri»-Areals zu schaffen. Dabei wird die Entwicklung auch mit den zuständigen Verantwortlichen sowie unter Einbezug der Anstösser laufend abgestimmt. Grundlage dafür bietet der 2015 verabschiedete Masterplan.

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Mobilität

In der Entwicklung des «Papieri»-Areals kommt dem Thema Mobilität eine wichtige Rolle zu. Denn eine vielseitige Nutzung erhöht den Bedarf nach einem nachhaltigen, flexiblen und auf die wachsenden Bedürfnisse ausgerichteten Mobilitätskonzepts. Hierfür ist HIAG bestrebt, gemeinsam mit den Behörden von Gemeinde und Kanton sowie mit den ÖV-Anbietern ideale Lösungen für die langfristige Planung zu finden.

Aktuell ist das Areal in wenigen Schritten vom Bahnhof Biberist Ost (BLS-Linie Solothurn-Langnau) sowie von den Bushaltestellen Biberist Emmenbrücke bzw. Biberist Derendingenstrasse (BSU) erreichbar. Mit dem Auto ist das «Papieri»-Areal über die Derendingenstrasse erschlossen. Für die Zukunft des Areals sollen zudem attraktive und funktionale Fussgänger- und Veloverbindungen als Teil einer verträglichen Gesamtlösung entstehen.