Papieri-Areal Biberist Jobs Kontakt
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Papieri-Areal
Biberist

Nutzungsart
Industrie / Gewerbe / Büro / Freizeit / Wohnen
Arealgrösse
310’000 m²
Nutzfläche
220’000 m²
Baumasse
2’000’000 m³
Mietangebot

Das Papieri-Areal gilt als eines der bedeutendsten Entwicklungsgebiete im Kanton Solothurn. Dank seiner strategisch günstigen Lage und der umfangreichen Infrastruktur bietet es beste Voraussetzungen für Industrie und Gewerbe.

Arealübersicht

Im Juli 2012 hat HIAG das Betriebsgelände der ehemaligen Papierfabrik in Biberist übernommen. Das verkehrstechnisch hervorragend gelegene Areal bietet mehr als zwei Millionen Kubikmeter umbauten Raum und damit eine gewachsene Substanz, welche auf die Ansiedlung neuer Unternehmen zielt. Die Arealfläche der ehemaligen Papierfabrik Biberist beläuft sich auf rund 310’000 m² Industriegelände und bietet fast unbegrenzte Möglichkeiten.

Das Betriebsgelände wird geprägt durch grosszügig dimensionierte, flexibel nutzbare Hallen und Bürobauten, die für die einstige Papierproduktion errichtet wurden. Die ersten Gebäude entstanden zur Gründungszeit im Zentrum des Areals. Es folgten Erweiterungsbauten, die sich heute bis in den nordöstlichen Teil des Geländes erstrecken. In den 1990er-Jahren wurde ein Logistikgebäude mit einem hochmodernen Hochregallager errichtet. Eine hochleistungsfähige Infrastruktur, bestehend aus Elektroversorgung, Frischwasser, Gas, Dampf und Druckluft, bietet optimale Voraussetzungen für produzierende und innovative Unternehmen. Bahngeleise, die der schnellen Anlieferung und dem Abtransport von Material dienten, führen auf das Areal.

Der im Juni 2015 unterzeichnete Masterplan dient der Regelung der übergreifenden Themen wie Siedlung, Verkehr und Landschaft. Der Masterplan, welcher die Transformation in ein öffentliches, belebtes und multifunktionales Quartier vorsieht, bildet eine verbindliche, aber flexible Grundlage für die künftigen Projekte.

Standort

Die Gemeinde Biberist liegt im solothurnischen Wasseramt, unweit von Solothurn. Aufgrund der zentralen Lage können im Umkreis von 40 Minuten Fahrzeit bis zu 1 Mio. Einwohner oder rund 480’000 Beschäftigte erreicht werden. Dies entspricht etwa 12% der Schweizer Bevölkerung oder 15% aller inländischen Arbeitskräfte.

Eine Haltestelle des Schienennahverkehrs liegt direkt vor dem Papieri-Areal. In nur fünf Minuten gelangt der Passagier zum Bahnhof Solothurn und von da aus direkt in die Wirtschaftszentren Basel, Zürich und Genf. Ein dichtes Netz von Buslinien verbindet Biberist mit den umliegenden Gemeinden.

Ebenso nah liegen die Autobahnanschlüsse A1 und A5 mit dem Verkehrsknotenpunkt Solothurn. Das Papieri-Areal befindet sich in rund 2 km Luftdistanz von der Autobahn A1 und 4 km von der A5 entfernt. Die Ballungszentren Bern, Basel und Zürich sind von hier mit dem Auto innerhalb einer Fahrstunde erreichbar.

Der Wirtschaftsraum Solothurn ist aufgrund seiner zentralen Lage im Schweizer Mittelland der ideale Standort für produzierende Gewerbeund Industrieunternehmen und gilt als Entwicklungsgebiet von kantonaler Bedeutung.

Papieri-Areal Papieri-Areal

Fakten

Nutzungen

Industrie / Gewerbe
190’500 m²
Büro
7’500 m²
Verkauf
0 m²
Wohnungen
0 m²
Gedeckte Aussenflächen
22’000 m²

Rahmenbedingungen

Arealgrösse
310’000 m²
Bauzone
Industriezone 1
Baumassenziffer
keine Restriktion
Max. Gebäudehöhe
20 m (> 20 m bedingt Gestaltungsplan)
Empfindlichkeitsstufe
IV
18’000

l/min Frischwasser sowie Dampf, Strom, Gas, Druckluft stehen auf dem Areal zur Verfügung

150

Jahre reichhaltige Geschichte und Industrietradition

Vision

Das Papieri-Areal soll von der bisherigen Mononutzung als Papierfabrik in eine Multinutzung durch verschiedenste Anspruchsgruppen überführt werden. Neben der weitgehend gewerblich-industriellen Nutzung werden auf dem Areal Orte geschaffen, wo Arbeit, Kunst und Kultur neben Wohnen und Freizeitnutzungen Platz finden. Die Öffnung und Zugänglichkeit des Areals sollen dabei in mehreren Etappen und in Abhängigkeit der nachgefragten Bedürfnisse vorgenommen werden. Dieser Öffnungsprozess beginnt schon heute; erste Nutzer haben sich auf dem Areal bereits niedergelassen.

Durch die Entwicklung des Areals wird auch der Aussenraum an Qualität gewinnen. Die bestehende Allee dient dabei als zentrale «grüne Achse». Zusätzliche Freiflächen und Durchbrüche in den historisch gewachsenen Hallenstrukturen sind aus städtebaulichen Gründen sinnvoll: Sie sichern ein unabhängiges Funktionieren der neuen Industriecluster und sorgen für eine klare Identität. Die historischen Gebäude am Kanal sind prädestiniert für die Aufnahme von Nutzungen, die der Arealversorgung dienen. Beispiele sind Kantine, Café oder Shops.

Geschichte

Das 19. Jahrhundert war eine Ära industrieller Umwälzungen in der Schweiz. Der immense Fortschritt im Maschinenbau führte zur Gründung zahlreicher leistungsfähiger Fabriken. Eine davon war die Papierfabrik Biberist, die während mehr als 150 Jahren die Geschichte der Gemeinde mitprägte. Als einer der grössten Steuerzahler und Arbeitgeber im Kanton Solothurn stand die Papierfabrik stets im Zentrum des öffentlichen Interesses.

Wasserkraft war ein unverzichtbarer Energielieferant. 1859 erteilte der Regierungsrat des Kantons Solothurn der Zürcher Bauunternehmung Locher & Co. die Konzession für den Bau des Fabrikkanals. Bereits 1862 erfolgte die offizielle Gründung der Papierfabrik.

Schweizweit war Papier ein gefragtes Gut: Die Produktionsmenge stieg landesweit von 3’400 Tonnen im Jahr 1853 auf 60’000 Tonnen Papier im Jahr 1911. Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs brachen härtere Zeiten für das Papiergeschäft an. Die Verwaltung der Papierfabrik Biberist war dennoch zuversichtlich und investierte in neue Maschinen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs befanden sich in Biberist vier Papiermaschinen im Einsatz, womit jährlich bis zu 24’000 Tonnen Papier produziert werden konnten.

Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts änderte sich durch die fortschreitende Öffnung Europas das Wettbewerbsumfeld für die Schweizer Papierindustrie empfindlich. 1995 erforderten unzureichende Erträge die Fusion mit der Papierfabrik Utzenstorf. Der Zusammenschluss konnte jedoch den kurz darauf folgenden Konkurs und zwei damit einhergehende Besitzerwechsel nicht verhindern. 2009 betrieb der südafrikanische Papierkonzern Sappi die Fabrik, bis 2011 der Betrieb definitiv eingestellt wurde – eine fast 150 Jahre andauernde Papierära in Biberist ging damit zu Ende.

Bisherige Entwicklung

HIAG hat in Zusammenarbeit mit Gemeinde und Kanton einen Masterplan erarbeitet, der im Juni 2015 verabschiedet und einstimmig gutgeheissen wurde. Der Masterplan verfolgt das Ziel, auf dem Gebiet des Papieri-Areals ein nachhaltiges und multifunktionales Quartier zu errichten und die Anforderungen von Gemeinden, Kanton und Grundeigentümern aufeinander abzustimmen. Der Masterplan bildet die Grundlage für die nachgelagerte Erschliessungsplanung und die Teilzonenplanrevision. Er setzt damit den ersten Meilenstein in der Entwicklung des Areals.

FAQ

Wer kann sich auf dem Papieri-Areal ansiedeln?
Bestehende Gebäude und Hallen mit unterschiedlichen Qualitäten können in Biberist gemietet werden. In erster Linie werden Grossmieter gesucht, die an einer Miete ab 1’000 Quadratmeter Gewerbe- und Lagerflächen interessiert sind. Es sollen wenn möglich wertschöpfungs- und arbeitsplatzintensive Unternehmen angesiedelt werden.
Welche Bedeutung hat die Wohnnutzung?
Die langfristige Option einer Wohnnutzung auf dem Papieri-Areal erachtet HIAG als interessant. Dadurch würde das Areal auch in den Abendstunden belebt, was für das künftige Quartier als Bereicherung gesehen wird.
Können die Gleisanlagen genutzt werden?
Den Gleisanschluss erachtet HIAG als Potenzial und deutlichen Mehrwert. Sie hat auch den Gleisanschlussvertrag mit der BLS übernommen; die Anlagen werden laufend gewartet und unterhalten. Somit kann eine sofortige Wiederinbetriebnahme der Gleisanlagen garantiert werden.
Wie sieht der Zeitplan für die Arealentwicklung aus?
HIAG wird den Abbau der Papiermaschinen als auch die Ansiedlung von Unternehmen und somit die Belebung des Areals vorantreiben. Zusammen mit dem jeweiligen Nutzer werden Projekte geplant und realisiert. Darauf abgestimmt wird die Infrastruktur laufend erneuert oder erweitert. Für die Entwicklung des gesamten Papieri-Areals veranschlagt HIAG 15 bis 20 Jahre.

Kontakt/Download/Links

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